DIE ROTE HOLZBOX

Mit seiner feuerroten Holzfassade setzt das Ferienhaus aus der Feder des Architekten Felipe Assadi im chilenischen San José de Maípo einen Kontrast zum Grün des Tals. Das schlichte Gebäude in Modulbauweise soll künftig auch andernorts gebaut werden – auf Wunsch in einer grösseren Ausführung.
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In der Hauptgemeinde San José de Maipo stehen zahlreiche Wochenendhäuser  auf grossen Grundstücken.

Rund 20 Kilometer südöstlich von Santiago de Chile schlängelt sich der Rio Maípo durch ein grünes, von hoch aufragenden Felsen gesäumtes Tal. Hier, auf halbem Weg von der Hauptstadt zur argentinischen Grenze, verbringen die Einwohner Santiagos gerne ruhige Tage abseits der Hektik, des Lärms und des Smogs der Stadt. Vor allem in der Hauptgemeinde San José de Maípo stehen auf grossen Grundstücken zahlreiche Wochenendhäuser. Eines davon sticht durch seine kantige Form und die feuerrote Farbe hervor, die ihm auch den Namen «Casa la Roja» - das rote Haus, gab. Der Farbton ist bewusst als Kontrast zum starken Grün der Umgebung gewählt und nimmt zugleich einen Farbton auf, den man auch bei vielen traditionellen Bauten im Tal findet.

Der Farbton ist bewusst als Kontrast zum starken Grün der Umgebung gewählt und nimmt zugleich einen Farbton auf, den man auch bei vielen traditionellen Bauten im Tal findet.

Das Ferienhaus wurde vom chilenischen Architekten Felipe Assadi entworfen, der sich vor allem mit Hotelbauten einen Namen gemacht hat. Von ihm stammen beispielsweise die beiden bekannten Luxushotels Terrantai in San Pedro de Atacama in Nordchile und Awasi im Torres del Paine Nationalpark in Südchile. Das Ferienhaus im Tal des Rio Maípo besteht grösstenteils aus Holz, umfasst zwei Stockwerke und eine Fläche von insgesamt 87 Quadratmetern.

Es wurde zwar vor Ort gebaut, doch der Entwurf ist eigentlich für einen Modulbau gedacht und soll so künftig auch andernorts umgesetzt werden.

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Das Ferienhaus besteht grösstenteils aus Holz, umfasst zwei Stockwerke und eine Fläche von insgesamt 87 Quadratmetern.

Es wurde zwar vor Ort gebaut, doch der Entwurf ist eigentlich für einen Modulbau gedacht und soll so künftig auch andernorts umgesetzt werden. Jedes Geschoss umfasst zwei Module von je 3,5 Metern Breite und 8,4 Metern Länge, die einen symmetrischen Grundriss bilden. Im Erdgeschoss bieten die beiden Module Platz für ein Wohn- und Esszimmer mit offener Küche, ein WC, einen Abstellraum sowie eine Terrasse. Diese ist Teil eines zweigeschossigen Patios, das zugleich den Zugang zum Haus markiert. Im oberen Stockwerk sind – der Symmetrie der Module folgend – zwei identische Schlafzimmer mit je einem Bad angeordnet. Eine einläufige Treppe im Erd- sowie ein schmaler Korridor im Obergeschoss erschliessen die Räume.

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Eine einläufige Treppe im Erd- sowie ein schmaler Korridor im Obergeschoss erschliessen die Räume.

Falls gewünscht könnte man die in San José de Maípo realisierte Basisausführung des Gebäudes auf zwei Seiten und auf beiden Stockwerken mit jeweils einem Modul gleicher Grösse erweitern. Die Anbauten würden dann im Erdgeschoss direkt vom Hauptraum aus und im Obergeschoss durch den schon vorhandenen Korridor erschlossen.

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Der Entwurf ist für einen Modulbau gedacht und soll so künftig auch andernorts umgesetzt werden.

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