IN GROSSBRITANNIEN BOOMEN MODULARE WOHNUNGEN

Derzeit sucht die britische Non-Profit-Organisation Pan-London Accommodation Collaborative Enterprise (PLACE) im Rahmen eines gross angelegten Wettbewerbes Anbieter für modulare Wohneinheiten.
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«Ladywell», die erste «Pop-up-Siedlung» auf britischem Boden in modularer Bauweise steht in Lewisham.
 
Fotos: Roger Stirk Harbour + Partners

Konkret plant die Organisation, die von sämtlichen 32 Londoner Bezirken wie auch der City of London getragen wird, die Entwicklung und den Bau von 200 neuen Modulhäusern für Familien. Das Volumen des Projekts beläuft sich auf 75 Millionen. Pfund und die neuen «family homes» sollen ab 2021 auf brachliegenden Grundstücken in und um London platziert werden. Zwingende Voraussetzung ist es, dass die Häuser den Look und das Gefühl von permanenten Gebäuden vermitteln. PLACE-Direktor Mark Baigent: «Wir wollen für Familien attraktive und insbesondere geräumige Wohneinheiten zur Verfügung stellen. Uns ist es dabei wichtig, dass wir diese Wohnungen bei Bedarf verschieben können, denn Bedarf kann in der grössten Metropolregion Europas an vielen Orten entstehen. Gleichzeitig ist es unser Ziel, die Architektur-, Planungs- und Baubranche mit unserem Wettbewerb herauszufordern – ein innovatives Qualitätsprodukt zu entwickeln, das Londons aktuelle Herausforderungen anzugehen vermag, muss für sie doch eine hochspannende Geschichte sein. Wir sind auf jeden Fall gespannt darauf, was uns der Markt, der sich in jüngster Zeit sehr rasch entwickelt, anbieten kann.»

Es ist unser Ziel, die Architektur-, Planungs- und Baubranche mit unserem Wettbewerb herauszufordern – ein innovatives Qualitätsprodukt zu entwickeln.

Mark Baigent

 

Erfolgsprojekt «Ladywell»

Schon vor einigen Jahren konnte PLACE mit der ersten «Pop-up-Siedlung» auf britischem Boden Erfahrungen mit der modularen Bauweise sammeln – das Projekt «Ladywell» in Lewisham vermochte 96 Bewohnnerinnen und Bewohner, viele von ihnen ehemalige Obdachlose, aufzunehmen. Gemäss den Behörden von Lewisham kostete sie jede einzelne Wohneinheit 156,000 Pfund, was sie rund 20 Prozent günstiger kam als der Bau eines klassischen Gebäudes. Die Einheiten sind qualitativ auf einem hohen Niveau, ausgesprochen hell und mit einer Grösse von 77 Quadratmetern sogar etwas geräumiger als der allgemeine Durchschnitt in London (75m2). Weitere Highlights von «Ladywell» sind das schlichte Design, die hervorragende Isolierung und die Tatsache, dass Shops, ein Café, aber auch ein Gemeinschaftskino sowie Co-Working-Spaces für Private und Kleinunternehmen gleich mitintegriert sind.

 

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Die im Projekt «Ladywell» grosszügig gestalteten Erschliessungszonen zwischen den Wohneinheiten tragen zur sozialen Interaktion bei.
 
Fotos: Roger Stirk Harbour + Partners

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