STABILES KUPPELN MIT NOPPEN

Charakteristisch sind die Verbindungsnoppen, die die Legosteine zusammenhalten. Damit können Spieler Formen jeglicher Art, entgegen Berechnung und Statik zusammensetzen. Dieses unglaublich einfache Spielzeug hat einen festen Platz in jedem Kinderzimmer, nein, einen beweglichen Platz. Kinder – und Erwachsene – können die Teile herumtragen, auf- und abbauen, erweitern, versorgen und an den Nachbar oder die nächste Generation weitergeben.

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1949 kamen die ersten Legosteine, wie wir sie kennen, in die Kinderzimmer. Zuerst waren sie noch hohl, danach verbesserte der Hersteller die Steine mit integrierten Röhren, damit sie besser zusammenhalten.

Der Schreiner Ole Kirk Kristiansen gründete 1932 das Unternehmen Lego. Er produzierte vorerst Spielzeug aus Holz. Der Legostein, wie wir ihn kennen, kam 1949 in die Spielzimmer. Er bestand aus dem Kunststoff Celluloseacetat und hatte wie heute oben Noppen. Doch das Klötzchen war hohl, was dazu führte, das mit diesen Bausteinen gebaute Modelle nicht besonders stabil waren. So intergrierten die Entwickler Röhren, die ein festes Andocken an die Noppen ermöglichte – und zudem konnten die Steine nun auch seitlich aufeinander gesteckt werden. Das Kupplungsprinzip wurde patentiert – das Patent ist aber schon lange abgelaufen.

Billund, ein 6000-Einwohner-Dorf auf Jütland ist in Dänemark bekannt wegen seines zweiten internationalen Flughafens – und wegen Lego. Das Unternehmen hat das Städtchen geprägt. 1967 schon fuhren Familien ins Legoland, ein Freizeitpark orientiert am Lego-Spielzeug, ähnlich wie Swiss Miniature in Melide TI. Im Park sind mit Legosteinen nachgebildete Wahrzeichen aus aller Welt zu sehen. Im Legoland Billund tauchen die Besucher in neun verschiedene Themenwelten ein wie das «Duplo Land» oder das «Pirate Land», das «Knights’ Kingdom» oder «Lego City». Fast zwei Millionen Menschen besuchten 2014 den 14 Hektar grossen Vergnügungspark.

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Ganz in weiss präsentiert sich das Lego-House in Billund (DK) vom Boden aus, farbig aus der Luft.

BILD: IWAN BAAN

Seit September 2017 steht in der Stadt eine neue Attraktion: das Lego-House. In ihm wird die Geschichte der Lego-Idee in Ausstellungs- und Schulungsräumen gespiegelt. Die Architekten BIG – Bjarke Ingels Group aus Kopenhagen setzten 21 Kuben auf den Platz, der oberste Stein in den Proportionen des 4 mal 2-Noppensteins – zugleich ein wirksames Marketingzeichen. Die Gebäudekuben sind so aufeinandergesetzt, dass ebenerdig ein Spielplatz frei bleibt und die öffentlichen Wege unter dem Gebäude durchführen. Mit dem ganz dem Legostein verschriebenen Projekt gewann das Architekturbüro den Wettbewerb.

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BIG – Bjarke Ingels Group Architects aus Kopenhagen baute das Museum basierend auf dem Legoprinzip aus 21 Kuben.

BILD: BIG – Bjarke Ingels Group Architects

Vom Boden aus zeigt sich das 23 Meter hohe Museum nüchtern weiss in einer Erwachsenenästhetik, aus der Luft kennzeichnen die vier Farben Rot, Blau, Grün und Gelb die Räume. Weisse Backsteine und Keramikplatten bilden die scharfe Baustruktur und die ruhende Basis in der farbigen Welt auf total 12'000 Quadratmetern. Während der vierjährigen Bauzeit setzten Legobauer über 25 Millionen Legosteine zu Wasserfällen, Raumschiffen und Dinosauriern zusammen und kreierten die unterschiedlichen Themenwelten, die im Museum erlebbar sind.

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BILD: IWAN BAAN

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